Mittwoch, 19. September 2012
Mittwoch, 5. September 2012
Der neue Personalausweis
Nach einigen Jahren der Ungültigkeit,
war jetzt der neue Personalausweis fällig.
Die Fragen bei der Stadtverwaltung fand ich ganz lustig:
"Möchten sie die online-Funktion nutzen?"
"Nein, lieber nicht."
"Sie haben die Möglichkeit,ihre Fingerabdrücke zu hinterlegen,
möchten sie das?"
"Was soll DAS denn? Soweit kommt´s noch!"
Während die Formulare aus dem Drucker rauschten,
fragte ich,ob denn wirklich jemand seine Fingerabdrücke
"hinterlegt".
"Ja,ungefähr 40 Prozent machen das."
Unglaublich!
2 Wochen später kommt die
Hurraihrneuerpersoistda - Post.
Ein zweiseitiges Geschwafel über die online-Funktion,
mit PIN und PUK und 6stellig merken und niemanden
verraten etc....und schließlich dem Sperrkennwort,
falls man das Teil verliert,verkauft oder bestohlen wird.
Mit schicken Sätzen wie diesem hier:
" Das Sperren über den Sperrnotruf ohne Mitteilung
des Sperrkennwortes ist nicht möglich."
Als ich meine Sperrinformationen las,
war ich doch etwas empört.
war jetzt der neue Personalausweis fällig.
Die Fragen bei der Stadtverwaltung fand ich ganz lustig:
"Möchten sie die online-Funktion nutzen?"
"Nein, lieber nicht."
"Sie haben die Möglichkeit,ihre Fingerabdrücke zu hinterlegen,
möchten sie das?"
"Was soll DAS denn? Soweit kommt´s noch!"
Während die Formulare aus dem Drucker rauschten,
fragte ich,ob denn wirklich jemand seine Fingerabdrücke
"hinterlegt".
"Ja,ungefähr 40 Prozent machen das."
Unglaublich!
2 Wochen später kommt die
Hurraihrneuerpersoistda - Post.
Ein zweiseitiges Geschwafel über die online-Funktion,
mit PIN und PUK und 6stellig merken und niemanden
verraten etc....und schließlich dem Sperrkennwort,
falls man das Teil verliert,verkauft oder bestohlen wird.
Mit schicken Sätzen wie diesem hier:
" Das Sperren über den Sperrnotruf ohne Mitteilung
des Sperrkennwortes ist nicht möglich."
Als ich meine Sperrinformationen las,
war ich doch etwas empört.
Donnerstag, 16. August 2012
Zuviel TV
Seit vielen Jahren komme ich regelmäßig an einer
alten Wassermühle vorbei.
Im rechten Gebäudeteil wohnten bis vor 2 Jahren Leute,
die man nie zu Gesicht bekam und um die sich dadurch
die seltsamsten Geschichten rankten.
Irgendwann waren sie weg,was man daran erkannte,
das sämtliches Gerümpel vom Vorplatz verschwunden war.
Da ich einen gewissen Faible für den morbiden Charme
zerfallender Gebäude hege,sowie ein Freund von Gebälk bin....
....war klar: Da muß ich rein.
Als ich auf den Vorplatz fuhr,
schlich sich schon diese Abenteuergefühl von früher ein.
Erstmal Lage peilen,
ob die nicht einfach nur aufgeräumt haben...
Keine Menschenseele in der Nähe,kein Geräusch und
es sah auch bei näherer Betrachtung vielversprechend aus.
Vor der Eingangstür überkam mich kurz und überflüssig
eine kleine billig-Angst - dann war ich auch schon drin.
Auf mein lautes "Hallo" mit dem Ordnungsamt-Unterton
keine Reaktion. Schließlich wollte ich keinen Obdachlosen
durch anschleichen erschrecken.
Es ist erstaunlich,wie ein leerstehendes Haus
auf einen einwirken kann,jenseits von esoterischem Schnickschnack.
Diese Mühle hatte etwas unangenehmes,nicht nur wegen der
gruseligen Lampe und der armdicken Risse.
Optisch alles kein Problem....
...aber "gefühlt"...
Das Erdgeschoss ist verschachtelt
und erstaunlich unübersichtlich.
In der ersten Etage: Windows 2025
Meine Paranoia verfliegt so langsam,
das durch die Sparren eindringende Licht
auf dem Dachboden hat etwas beruhigendes.
Eine knappe Stunde ist vergangen,
jetzt noch der Keller,
dessen Eingang direkt neben der Haustüre liegt.
Schlagartig ist das ungute Gefühl wieder da,
als ich gerade trotz dort herrschender Dunkelheit entscheide
hinab zu gehen und das hier im Kellerabgang sehe.
*GULP*
17 Kerben,von rechts nach links..
Sofort fallen mir alle Serienmörderfilme der letzten Jahre ein.
Ich zögere,überlege was mich dort erwarten könnte.
17 in die Wand eingelassene Handfesseln?
17 abgeschnittene Köpfe der verschollenen Nachbarn?
17 noch in Balken steckende Fingernägel?
Ich gehe bedächtig runter,
bewaffnet mit einem Puls von 150
und dem Blitz an der Kamera.
Vor meinem geistigen Auge,sehe ich die Ermittler
schon die letzten,verwackelten Aufnahmen auswerten.
" He, Harry,was ist das für eine riesige,behaarte Hand
da am Bildrand?"
War das die letzte Aussicht
für 17 verschwundene Handelsvertreter?
Die Quintessenz war ein völlig leerer Keller,
das gute Gefühl,gerade nochmal mit dem Leben
davon gekommen zu sein
und ein Wand/Bodendesign,
für das an anderer Stelle ein Vermögen gelatzt werden müßte.
Memo an mich: Nicht so oft "Sieben" gucken.
alten Wassermühle vorbei.
Im rechten Gebäudeteil wohnten bis vor 2 Jahren Leute,
die man nie zu Gesicht bekam und um die sich dadurch
die seltsamsten Geschichten rankten.
Irgendwann waren sie weg,was man daran erkannte,
das sämtliches Gerümpel vom Vorplatz verschwunden war.
Da ich einen gewissen Faible für den morbiden Charme
zerfallender Gebäude hege,sowie ein Freund von Gebälk bin....
....war klar: Da muß ich rein.
Als ich auf den Vorplatz fuhr,
schlich sich schon diese Abenteuergefühl von früher ein.
Erstmal Lage peilen,
ob die nicht einfach nur aufgeräumt haben...
Keine Menschenseele in der Nähe,kein Geräusch und
es sah auch bei näherer Betrachtung vielversprechend aus.
Vor der Eingangstür überkam mich kurz und überflüssig
eine kleine billig-Angst - dann war ich auch schon drin.
Auf mein lautes "Hallo" mit dem Ordnungsamt-Unterton
keine Reaktion. Schließlich wollte ich keinen Obdachlosen
durch anschleichen erschrecken.
Es ist erstaunlich,wie ein leerstehendes Haus
auf einen einwirken kann,jenseits von esoterischem Schnickschnack.
Diese Mühle hatte etwas unangenehmes,nicht nur wegen der
gruseligen Lampe und der armdicken Risse.
Optisch alles kein Problem....
...aber "gefühlt"...
Das Erdgeschoss ist verschachtelt
und erstaunlich unübersichtlich.
In der ersten Etage: Windows 2025
Meine Paranoia verfliegt so langsam,
das durch die Sparren eindringende Licht
auf dem Dachboden hat etwas beruhigendes.
Eine knappe Stunde ist vergangen,
jetzt noch der Keller,
dessen Eingang direkt neben der Haustüre liegt.
Schlagartig ist das ungute Gefühl wieder da,
als ich gerade trotz dort herrschender Dunkelheit entscheide
hinab zu gehen und das hier im Kellerabgang sehe.
*GULP*
17 Kerben,von rechts nach links..
Sofort fallen mir alle Serienmörderfilme der letzten Jahre ein.
Ich zögere,überlege was mich dort erwarten könnte.
17 in die Wand eingelassene Handfesseln?
17 abgeschnittene Köpfe der verschollenen Nachbarn?
17 noch in Balken steckende Fingernägel?
Ich gehe bedächtig runter,
bewaffnet mit einem Puls von 150
und dem Blitz an der Kamera.
Vor meinem geistigen Auge,sehe ich die Ermittler
schon die letzten,verwackelten Aufnahmen auswerten.
" He, Harry,was ist das für eine riesige,behaarte Hand
da am Bildrand?"
War das die letzte Aussicht
für 17 verschwundene Handelsvertreter?
Die Quintessenz war ein völlig leerer Keller,
das gute Gefühl,gerade nochmal mit dem Leben
davon gekommen zu sein
und ein Wand/Bodendesign,
für das an anderer Stelle ein Vermögen gelatzt werden müßte.
Memo an mich: Nicht so oft "Sieben" gucken.
Montag, 25. Juni 2012
Das Gespräch am Nachbartisch hörte sich interessant an:
Zwei Damen um die 70 lauschten ihrer Bekannten(eher 80),
die über ihre 3 Ehen berichtete.
Die Erste hätte über 30 Jahre gehalten,die nächste nicht ganz
so lange und dann war sie eine Zeit solo,bis soundso in ihr Leben trat.
Mit ihm verbrachte sie einige schöne Jahre,bis er schwer krank wurde
und sein Bruder es irgendwie schaffte,ihn in ein Pflegeheim
am Arsch der Welt einweisen zu lassen.
Ich musste mich dann ein wenig rüber beugen,
um auch den Rest mitzubekommen...
...Haus unter den Nagel reißen....nichts dagegen machen können...
der Bruder kannte den Arzt....usw.
Ihr armer Mann starb dann alsbald und der Bruder war schuld.
Von diesem Tage an,
habe sie jeden Abend gebetet,das der Bruder sterben soll
und nach eineinhalb Jahren,
genau auf ihrem Geburtstag,ist er dann gestorben.
Die beiden anderen Omas haben wenig beeindruckt gewirkt
und ich habe mich in Zeitlupe wieder zurück gelehnt.
Ich wollte als Mitwisser nicht in ihren Gebeten landen.
Montag, 4. Juni 2012
Schwein gehabt
Durch einen schönen Fettnapf-post erinnert...
http://misanthropinwiderwillen.blogspot.de/
...fiel mir umgehend dieser Napf ein:
Ich bin auf einer Party,kenne nur den Gastgeber gut,
außerdem seine Schwester ein wenig von früher.
40 Gäste in einer Wohnung verteilt,in kleinen Grüppchen.
Nette Leute,kein Problem mit Einzelnen oder Mehreren
in´s Gespräch zu kommen und auch recht zügig
über Smalltalk hinaus...über Themen,
zu denen man eine Meinung haben kann.
Ein erstmal nicht unsymphatischer Gesprächspartner
wechselte seine Meinung je nach Gegenargument
im 10 min Takt.
Das ging mir so auf den Sack,das ich ihn erst ein paar mal
in die Falle tappen ließ und dann zu Rede stellte,
was diese Fähnchen-im-Wind-Scheiße soll.
Nachdem er sich zu unrecht behelligt fühlte
und seine Ehre verteidigte,
wie ein Mann sein Geld,der nicht mehr viel hat,
sind wir uns den restlichen Abend aus dem Weg gegangen.
Weit nach Mitternacht
stehe ich in Ruhe mit dem Gastgeber und seiner
Schwester zusammen und er fragt,
wie es mir gefallen würde - wo ich doch keinen kenne.
Ich antworte,ich würde mich bestens unterhalten,
durch die Bank nette Leute - bis auf den Pinsel dahinten.
Der wäre ja echt der totale Trottel,mit großer Klappe und aber
überhaupt keine Ahnung,Laberkopp....etc.
Beide nicken,ich frag die Schwester:
"Kennst Du den auch ?"
Sie: " Ja,das ist mein Mann"
Zum Glück erfuhr ich noch während meine
Gesichtsfarbe wieder von knallrot auf normalweiß wechselte
und der Gastgeber mittlerweile auch wieder Luft bekam,
dass sie sich sowieso in naher Zukunft von ihm trennen wollte.
http://misanthropinwiderwillen.blogspot.de/
...fiel mir umgehend dieser Napf ein:
Ich bin auf einer Party,kenne nur den Gastgeber gut,
außerdem seine Schwester ein wenig von früher.
40 Gäste in einer Wohnung verteilt,in kleinen Grüppchen.
Nette Leute,kein Problem mit Einzelnen oder Mehreren
in´s Gespräch zu kommen und auch recht zügig
über Smalltalk hinaus...über Themen,
zu denen man eine Meinung haben kann.
Ein erstmal nicht unsymphatischer Gesprächspartner
wechselte seine Meinung je nach Gegenargument
im 10 min Takt.
Das ging mir so auf den Sack,das ich ihn erst ein paar mal
in die Falle tappen ließ und dann zu Rede stellte,
was diese Fähnchen-im-Wind-Scheiße soll.
Nachdem er sich zu unrecht behelligt fühlte
und seine Ehre verteidigte,
wie ein Mann sein Geld,der nicht mehr viel hat,
sind wir uns den restlichen Abend aus dem Weg gegangen.
Weit nach Mitternacht
stehe ich in Ruhe mit dem Gastgeber und seiner
Schwester zusammen und er fragt,
wie es mir gefallen würde - wo ich doch keinen kenne.
Ich antworte,ich würde mich bestens unterhalten,
durch die Bank nette Leute - bis auf den Pinsel dahinten.
Der wäre ja echt der totale Trottel,mit großer Klappe und aber
überhaupt keine Ahnung,Laberkopp....etc.
Beide nicken,ich frag die Schwester:
"Kennst Du den auch ?"
Sie: " Ja,das ist mein Mann"
Zum Glück erfuhr ich noch während meine
Gesichtsfarbe wieder von knallrot auf normalweiß wechselte
und der Gastgeber mittlerweile auch wieder Luft bekam,
dass sie sich sowieso in naher Zukunft von ihm trennen wollte.
Sonntag, 27. Mai 2012
Gregor und Marlena
An dieser Reklame eines namhaften Bekleidungslabels,konnte ich ohne folgende Gedanken nicht vorbei:
Die grundsätzliche Darstellung sollte jeden Gleichstellungsbeauftragten
bewaffnet auf die Straße treiben.
Breitbeinig / Beine geschlossen
Selbstsicher / Halt suchend
Zielgerichtet / leicht überrascht
Uni / Farbe
Wo sind die?
Tiefgarageneingang?
Atombunker?
Öffentlicher Abort nahe der Documenta?
Ausgewählte Charakter:
Gregor,zweifelsohne voll der Arsch,
skrupellos,bis auf die Knochen moralfrei,
kaltblütig mit Reptilieninstinkt.
Marlena,herzlos, Männerscanner mit geradezu
authistischem Talent,jähzornig,berechnend.
Die Klamotten:
Eisenanzug
Aluminiumkrawatte
Einstecktuch aus Erdöl
Aufgepixeltes post-Hippie-Flammen-Anakonda-Kleid
Verteidigungsarmband
Reptilienledertasche (s.o.)
Die Szene / Was passiert gerade?
Wird Gregors Maserati abgeschleppt?
Sind die Jugos endlich mit der Kohle durch den Zoll?
Ein totgeglaubter Zeuge taucht auf.
Der Container mit der AK-47 Lieferung ist kleiner als erwartet.
Taschenbillard.
Ertappt Marlena uns beim Zuschauen?
Müssen wie ab jetzt Gregor fürchten?
Hat sie gerade noch rechtzeitig gebremst,
um nicht auf ihn zu prallen?
Und wem gehört die Hand auf Gregors Schulter?
Sonntag, 6. Mai 2012
oldiebutgoldie
http://www.youtube.com/watch?v=xDTTVbCOInw
FürTechnikfreackswiemichfunktionierendievideoshiernuralslink.
FürTechnikfreackswiemichfunktionierendievideoshiernuralslink.
Samstag, 14. April 2012
Zum Eeersten,zuuuum Zweiteeen......
Sonntag, 22. Januar 2012
Reisebericht

Los geht´ s in einer imaginären Kleinstadt am Niederrhein – nennen wir sie Geldern –
mit dem ebenso imaginären Ziel Möbelmesse Köln.
Wenn viele Bekloppte (incl. mir) in eine Richtung wollen , ist mir lieber, es sitzt nur einer am Steuer, darum wähle ich die Bahn als Transporter.
8.00 Uhr am Bahnhof zu sein ist human, wären da nicht diverse Handicaps: Ich bin grippig und durch einen Migräne-Flash am Vorabend hoch sensibilisiert für Licht und jede Form von Geräusch.
Ein Kran hievt mich aus dem Bett. Das Frühstück besteht aus starkem Kaffee, Kippen und einer handvoll Pillen, die den Probanden 8 Stunden rotzefrei halten sollen.
Das Reisegepäck ist schnell verstaut. Kamera, Tele für die Stände mit dem „nicht fotografieren“ -Schild, eine gebundene Ausgabe von T.C. Boyle für 3 Stunden Zugfahrt, Notizbuch, der Schokoriegel für Unterzuckerungsnotfälle, diverser Kleinkram wie jede Menge Taschentücher, insgesamt ein halber Rucksack Material.
Auf dem Bahnsteig begrüßt mich ein derber Wind, ich befürchte den restlichen Tag mit
Howard Carpendales Frisur zu verbringen.
Der Zug ist pünktlich, nicht zu voll und sogar geheizt.
Umsteigen in Krefeld, der Zug ist brechend voll feuchter Pendler, das Klima erinnert mich
spontan an eine geschlossene Primatenabteilung.
Die 10 wichtigsten Virenstämme haben sich hier versammelt, um sich in die 10 kommenden, wichtigsten Virenstämme zu verwandeln.
Ich werde versuchen, eine Stunde nicht zu atmen.
Immerhin ergattere ich einen Sitzplatz und schaffe 30 Seiten Boyle, bevor mich ein Schutzreflex davon abhält, dem Typ zwei Sitze weiter mit dem Buchrücken das Nasenbein zu brechen. Nicht mal seine Begleitung scheint die müde Geschichte zu interessieren, die er da über den halben Zug verteilt.
Die letzten 10 Seiten werde noch mal lesen müssen.
Köln Deutz, ein Katzensprung bis zur Messe. Ich will zurück in mein Bett.
Nach den ca. 40 Stufen rauf bis zum Eingang Süd erwarte ich die Titelmusik von „Rocky I“.
17,- Eintritt, Jacke abgeben? Besser nicht.
Auf dem kompletten Gelände herrscht Rauchverbot, man darf trotz gültigen Tickets nicht kurz raus und dann wieder rein. Ich fühle mich benachteiligt und werde vorsichtshalber nervös.
8 Hallen mit 1200 Ausstellern – auf geht’s.

Warten auf den Funken, die eine Szene, die den nächsten Stunden den gewissen Touch gibt.
Flow.
Nach 30 Metern die erste griffige Nummer: Kein Schwein weit und breit aber ein Haufen Anordnungen.

Jetzt nur nicht auf der falschen Fährte bleiben.
Nach einer Stunde schlendern bin ich nass geschwitzt, packe kurzerhand die Joppe, die ich unter der Jacke trage, in den Rucksack, der daraufhin aussieht, als hätte ich einen Medizinball dabei. Und sich mit Buch und Tele und einigen Werbeprospekten auch so trägt.
Langsam brauch ich ´ne Fluppe, ein sicheres Zeichen für die aufkommende Langeweile.
Es ist nichts zu sehen, was mich auch nur minimal inspiriert, ankickt, anschreit, in die Seite knufft.
Hier und dort eine mutige Farbe, eine sehr geschmeidige Form, immer gepaart mit einem Herrn, der einen möglichst unauffällig beobachtet, wenn man im Vorbeigehen die Geschwindigkeit reduziert.
Das Tele hätte ich mir sparen können; die Produzenten, die das „Nicht fotografieren- Schild“
ausliegen haben, sind zu 90 Prozent die mit den durchschnittlichsten Produkten.
Auf dem Weg in die nächste Halle, ich bekomme Hunger. Ein belegtes Brötchen und der schlechteste Kaffee der Welt für 6,80 Euro.
Während ich kaue, mache ich die Entdeckung des Tages: 50 Meter rechts ist ein Schleusenausgang zur nächsten Halle. Dort steht nicht nur eine freundliche Dame, die Schirme für den ungemütlichen Weg verteilt sondern auch ein Haufen Raucher!
Halleluja!
Die Schleusentore sind mehr auf als zu, der Regen fegt herein, verwirbelt sich mit der Abluft der Klimaanlage zu einem satten Gemisch aus Legionärskrankheit und Tabakqualm.
Ich fühl mich gut aufgehoben.
So gegen 14.00 Uhr stelle ich fest, dass die beeindruckendsten Design – Ideen sich hinter den Ständen befinden.

Gerade als ich beschließe, meine Tour ausklingen zu lassen, läuft mir mein Auftraggeber über den Weg. Also, die Wahrscheinlichkeit hätte ich gerne mal ausgerechnet!
Wir essen einen Happen an einem Stehtisch, auf Barhockern sitzend, die sich irgendein Schwachkopf ausgedacht hat. Um nicht herunterzurutschen, muss man seine Füße um eine Stange schlingen, die als Fußstütze schlicht komplett ungeeignet ist. Mir fällt auf der Stelle Mr. Bean ein.
Es tut gut über die anderen Besucher zu lästern, z.B. die Lehrer, die alle im selben Lehrerverkleidungsgeschäft eingekauft haben, oder die duften Typen, die den Schal auf die für Männer neue Art tragen: Beide Enden durch die entstehende Schlaufe schieben.
Leute, steckt euch doch gleich noch so´ n Cocktail-Schirmchen in ´s Resthaar !
Für heute reicht´ s, noch 30 Minuten, bis der Zug kommt.
Schnell noch pinkeln.
Damit es noch mehr nach Pisse riecht, hat ein cleverer Geschäftsmann diese Idee gehabt:


Mein untrüglicher Orientierungssinn bringt mich sicher zum Ausgang. Leider ist es der
Ausgang Ost!
Da ich mittlerweile die Joppe wieder unter die Jacke gezogen habe, bringt mein unauffälliger Spurt zum Bahnhof durch den Ausgang Süd meine Körpertemperatur auf 40 C.
Halb so wild – der Bahnhof Deutz ist so konstruiert, das Scott und Amundsen sich zuhause gefühlt hätten. Ein steifer Nordost verlangt den Wartenden einiges ab und kühlt mich auf 30 C runter.
Kurz bevor der Zug einfährt, sehe ich aus dem Augenwinkel einen hünenhaften Kerl erscheinen. Geschätzte 110 Kilo auf etwas über 2 Meter verteilt und kein Gramm Fett, dazu eine auffallend bunte Jacke und Bürstenhaarschnitt.
Alles in allem wie der schmerzunempfindliche Riese aus den Stieg Larsson – Verfilmungen, nur 20 Jahre jünger.
Der erste Gedanke bei mir (und den Umstehenden):“Hoffentlich setzt der sich nicht neben mich!“
120 Passagiere steigen aus, 150 steigen ein, wer peilt den freien Platz neben mir an?
Die Wahrscheinlichkeit hätte ich dann bei der Gelegenheit auch gerne mal ausgerechnet.
„Passt schon“ sagt er, während ich meinen Rucksack evakuiere und setzt sich hin, ohne mich auch nur ganz leicht zu berühren. Respekt.
Mein letzter klarer Gedanke ist, dass erstaunlich viele Leute in Dormagen aussteigen.
Freitag, 13. Januar 2012
Denken an Gedanken
Ich sitze am Tisch und schreibe eine Einkaufliste,
es läuft Musik im Hintergrund,ich kann in den Garten gucken.
Was kochen wir?
Am besten was für zwei Tage.
Kartoffeln
Salat
Ah,da ist das Rotkelchen wieder.
Wie lange leben die eigentlich?
Wollte noch Winterfutter kaufen.
Obwohl...ist diesen Winter wohl nicht nötig.
Milch
Sahne
Eier
Aufschnitt
Cooles Lied!
Muss jetzt langsam mal Peter fragen,
wo er seine Musik runterlädt.
Jedesmal nehmen wir uns vor,uns häufiger zu sehen.
Aufschnitt
Ach,hab ich ja schon.
Rotkelchen sind voll kitschig.
Mit diesem albernen Schnabel.
Ich ruf gleich Peter an.
Eigentlich wollten wir auch mal wieder grillen.
Schnitzel
Paniermehl
...
es läuft Musik im Hintergrund,ich kann in den Garten gucken.
Was kochen wir?
Am besten was für zwei Tage.
Kartoffeln
Salat
Ah,da ist das Rotkelchen wieder.
Wie lange leben die eigentlich?
Wollte noch Winterfutter kaufen.
Obwohl...ist diesen Winter wohl nicht nötig.
Milch
Sahne
Eier
Aufschnitt
Cooles Lied!
Muss jetzt langsam mal Peter fragen,
wo er seine Musik runterlädt.
Jedesmal nehmen wir uns vor,uns häufiger zu sehen.
Aufschnitt
Ach,hab ich ja schon.
Rotkelchen sind voll kitschig.
Mit diesem albernen Schnabel.
Ich ruf gleich Peter an.
Eigentlich wollten wir auch mal wieder grillen.
Schnitzel
Paniermehl
...
Müßten in einer schematischen Darstellung von Gedanken jeder Einzelne
gleich lang sein? Unabhängig von der Zeit,die er in Anspruch genommen hat?
Ist die Auflistung oben ein einziger Gedanke?
Hat ein durch Gefühl ausgelöster Gedanke
die gleiche Ausdehnung wie einer,der reinem Pragmatismus folgt?
gleich lang sein? Unabhängig von der Zeit,die er in Anspruch genommen hat?
Ist die Auflistung oben ein einziger Gedanke?
Hat ein durch Gefühl ausgelöster Gedanke
die gleiche Ausdehnung wie einer,der reinem Pragmatismus folgt?
Denkt man das Fragezeichen als Symbol ?
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